📋 Projekt-Überblick
⚠️ Dies ist eine Demo/Test-Anwendung
Wichtiger Hinweis: Dieses Jupyter Notebook dient ausschließlich zu Demonstrations- und Testzwecken. Es handelt sich nicht um produktionsreifen Code, sondern um experimentelle Arbeit zur Evaluierung von LSTM-Modellen für Zeitreihenvorhersagen.
- ✅ Geeignet für: Proof-of-Concept, Experimente, Lernzwecke
- ❌ Nicht geeignet für: Produktionsumgebungen, kritische Systeme
- 🔬 Fokus: Testen verschiedener Ansätze und Parameter
- 📚 Ziel: Verstehen der LSTM-Architektur für Zeitreihen
Was macht diese Demo?
Das Notebook demonstriert die Verwendung von LSTM (Long Short-Term Memory) Netzwerken zur Vorhersage von wöchentlichen Verkaufsmengen. Es zeigt den kompletten Workflow von der Datenaufbereitung über das Training bis zur Validierung und Vorhersage.
Anwendungsfall
Vorhersage von Produktverkäufen (PZN-Mengen) basierend auf historischen Wochendaten, um Bestellbedarf zu ermitteln.
🎯 Zweck dieser Demo
🧪 Experimentieren
Testen verschiedener LSTM-Konfigurationen, Hyperparameter und Datenaufbereitungsstrategien ohne Produktionsdruck.
📊 Validierung
Überprüfung der Modellperformance auf historischen Daten zur Bewertung der Vorhersagequalität.
🔍 Analyse
Visualisierung und Untersuchung von Zeitreihenmuster, Ausreißern und Modellverhalten.
💡 Lernen
Verständnis für LSTM-Netzwerke und deren Anwendung auf reale Zeitreihenprobleme entwickeln.
⚠️ Keine Produktion!
Dieser Code ist bewusst nicht produktionsreif:
- Fehlende Fehlerbehandlung und Robustheit-Checks
- Keine Code-Modularisierung oder Tests
- Hardcodierte Pfade und Parameter
- Keine Logging- oder Monitoring-Infrastruktur
- Experimenteller Charakter mit häufigen Änderungen
- Fokus auf Exploration statt Performance-Optimierung
🔄 Demo-Workflow
Ablauf der Demonstration
💡 Sliding Window Technik
Die Demo verwendet ein Sliding Window der Größe 3, um aus historischen Werten Vorhersagen zu generieren:
- Input: Letzte 3 Verkaufsmengen [t-3, t-2, t-1]
- Output: Vorhersage für nächste Woche [t]
- Sequenz: Zeitliche Reihenfolge wird beibehalten
💻 Technische Implementierung
1. Datenaufbereitung
Bereinigung der Rohdaten und Behandlung von Ausreißern:
# Ausreißer identifizieren und begrenzen
grenze = df["menge"].mean() * 3
df.loc[df["menge"] > grenze, "menge"] = round(df["menge"].quantile(0.75))
# Differenzen berechnen für bessere Stationarität
changes = []
for i in range(1, len(df)):
changes.append(df["menge"][i] - df["menge"][i-1])
2. Sequenzen erstellen
Sliding Window für LSTM-Input:
block_size = 3 # Anzahl historischer Werte
X = []
y = []
for i in range(0, len(changes) - block_size):
y.append(changes[i])
X.append(np.array(changes[i+1:i+(block_size+1)][::-1]))
X = np.array(X).reshape(-1, block_size, 1)
y = np.array(y)
3. LSTM-Modell
Keras Sequential Modell mit LSTM-Schichten:
from keras.models import Sequential
from keras.layers import LSTM, Dense
model = Sequential()
model.add(LSTM(10, input_shape=(block_size, 1)))
model.add(Dense(1))
model.compile(loss='mean_squared_error', optimizer='adam')
# Training
model.fit(X_train, y_train, epochs=200, batch_size=5, verbose=1)
4. Vorhersage & Rekonstruktion
Vorhersagen generieren und in Original-Skala zurückrechnen:
# Vorhersagen auf Testdaten
pred_test = model.predict(X_test)
# Rekonstruktion der absoluten Werte
predictions = []
actual_value = df["menge"][0]
for i in range(len(pred_test)):
predicted_change = pred_test[i][0]
predicted_value = actual_value + predicted_change
predictions.append(round(predicted_value))
actual_value = df["menge"][i+1]
📈 Demo-Ergebnisse
✅ Was die Demo zeigt
- Visualisierungen: Plots von Original- vs. Vorhersagewerten
- Metriken: Loss-Entwicklung während des Trainings
- Validierung: Vergleich auf zeitlich separiertem Test-Set
- Praxisanwendung: Bestellbedarfsberechnung basierend auf Vorhersage
Bestelllogik (Beispiel)
Automatische Bedarfsermittlung basierend auf Vorhersage:
vorhersage_zwei_wochen = predictions[-1] + predictions[-2]
bestand_aktuell = 50
bedarf = vorhersage_zwei_wochen - bestand_aktuell
if bedarf > 0:
print(f"Bestellung notwendig: {bedarf}")
else:
print("Kein Handlungsbedarf")
📊 Typische Beobachtungen
- LSTM erfasst grundlegende Trends in den Verkaufsdaten
- Glättung von Ausreißern durch Modellvorhersagen
- Höhere Abweichungen bei plötzlichen Nachfrageänderungen
- Bessere Performance bei stabilen Zeitreihen
⚠️ Einschränkungen & Limitierungen
Technische Limitierungen
- Kleine Datenmenge: Begrenzte historische Daten für Deep Learning
- Einfache Architektur: Nur eine LSTM-Schicht, keine Regularisierung
- Keine Feature-Engineering: Externe Faktoren (Saison, Events) fehlen
- Statisches Modell: Kein Online-Learning oder Re-Training
- Hardcodierte Parameter: Keine Hyperparameter-Optimierung
Warum nicht für Produktion geeignet?
| Aspekt | Demo-Status | Produktion braucht |
|---|---|---|
| Code-Qualität | Experimentell, inline | Modular, getestet, dokumentiert |
| Fehlerbehandlung | Minimal | Umfassend, robuste Fallbacks |
| Performance | Nicht optimiert | Skalierbar, effizient |
| Monitoring | Keine | Logging, Metriken, Alerts |
| Versionierung | Notebook-Versionen | Git, CI/CD, Modell-Registry |
| Datenvalidierung | Rudimentär | Schema-Validierung, Qualitätschecks |
| Deployment | Lokales Notebook | API, Container, Skalierung |
💡 Nächste Schritte für Produktion
Um aus dieser Demo eine produktionsreife Lösung zu machen, wären folgende Schritte notwendig:
- Code-Refactoring: Modularisierung in Klassen und Funktionen
- Pipeline-Design: Datenaufbereitung, Training, Inferenz trennen
- Hyperparameter-Tuning: Systematische Optimierung (Grid Search, Bayesian)
- Cross-Validation: Robuste Evaluierung mit mehreren Splits
- Feature Engineering: Externe Faktoren, Domain-Wissen integrieren
- Model Monitoring: Drift Detection, Performance-Tracking
- API-Entwicklung: REST/gRPC-Endpoint für Vorhersagen
- Testing: Unit-, Integration- und Smoke-Tests
- Dokumentation: API-Docs, Architektur, Runbooks
- DevOps: Container, Orchestrierung, Auto-Scaling
📓 Rolle von Jupyter Notebooks
✅ Ideal für
- Prototyping & Exploration
- Datenanalyse & Visualisierung
- Dokumentation & Tutorials
- Experimentieren mit Modellen
- Schnelle Iteration
❌ Nicht ideal für
- Produktions-Deployments
- Automatisierte Pipelines
- Versionskontrolle (Merge-Konflikte)
- Unit-Testing
- Performance-kritische Systeme
🎯 Best Practice: Entwicklungsprozess
Typischer ML-Entwicklungszyklus:
- Phase 1 - Exploration (Notebooks): Daten verstehen, erste Modelle testen
- Phase 2 - Prototyping (Notebooks): Verschiedene Ansätze vergleichen
- Phase 3 - Refactoring (Python-Module): Code modularisieren, testen
- Phase 4 - Production (Scripts/APIs): Deployment, Monitoring, Wartung
Diese Demo befindet sich in Phase 1-2!